Fertighäuser: Nach wie vor im Trend | Bice.md

Der Trend zum Fertighaus hält ungemindert an

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Das eigene Heim ist nach wie vor der Traum vieler Deutscher: Die Ruhe vor den Nachbarn, die Immobilie als Altersvorsorge und die Möglichkeit des Vererbens machen ein eigenes Haus nach wie vor begehrenswert. Dabei überzeugt ein Haustyp die Deutschen immer mehr: das Fertighaus.

Jedes fünfte Haus ist ein Bausatz

Ein Einfamilienhaus bauen ist für immer mehr Deutsche fester Bestandteil ihres Lebensplans. Bei der Umsetzung entscheiden sie sich häufig für ein Fertighaus, wie eine Studie von Branchenradrar.com unlängst gezeigt hat. Im Jahr 2018 war jedes fünfte neue Haus eines in dieser Bauweise – jedes zweite davon wurde den neuen Besitzern schlüsselfertig vom Anbieter auf das Grundstück gestellt.

Alles in allem wurden im Jahr 2018 fast 19.000 Häuser in Fertigbauweise errichtet, davon über 90 Prozent in Holzriegelbau- oder Holzständerbauweise. Insgesamt stieg der Anteil der Fertigbauhäuser an allen neu gebauten Ein- oder Zweifamilienhäusern um einen Prozentpunkt auf 20,2 Prozent.

Dabei läuft die Entwicklung bei den Fertighäusern gegen den Trend, denn die Gesamtanzahl neu gebauter Ein- und Zweifamilienhäuser geht zurück.

Fertighäuser gewinnen aktuell Marktanteile

Auch im ersten Quartal 2019 hat sich der Trend fortgesetzt: Wie der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) mitteilte, wurden in ganz Deutschland in diesem Zeitraum fast 5.000 neue Ein- und Zweifamilienhäuser in Fertigbauweise aufgestellt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von 12,1 Prozent. Der Gesamtmarkt an neuen Häusern wuchs in diesem Zeitraum lediglich um 1,6 Prozent. Grundlage für diese Zahlen sind Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis), auf die sich der Bundesverband Deutscher Fertigbau berufen hat. Bei der Bewertung wurden allerdings nur die Zahlen der genehmigten Gebäude in Deutschland in Deutschland zugrunde gelegt (23.065), nicht aber die Anzahl der genehmigten Wohneinheiten (25.982).

Will man diesen Zahlen Glauben schenken, überschreitet der Anteil an Fertigheimen an allen genehmigten Ein- und Zweifamilienhäusern erstmals die 20-Prozent-Marke. Die meisten der Häuser werden in Baden-Württemberg aufgebaut, wo sie einen Marktanteil von etwa zwei Fünfteln besitzen. Das Bundesland Hessen ist auf dem zweiten Platz, und in NRW ist die Fertighaus-Quote am niedrigsten.

Kohlenstoff speicherndes Holz als Baustoff

Bei der Auswahl und dem Kauf von Fertighäusern spielen Nachhaltigkeit und ökologisches Denken eine immer größere Rolle. Deswegen werden immer öfter Fertighäuser aus dem Baustoff Holz aufgestellt. Häuser aus Holz entziehen dem CO2-Kreislauf langfristig Kohlenstoff, weil sie ihn dauerhaft binden. Dieser Effekt trägt zur Senkung der unnatürlichen CO2-Emissionen bei: Im Fall alter Fachwerkhäuser wird der Kohlenstoff über 600 Jahre lang gebunden.

Bildquelle: Pixabay, 1407480, 2211438Similar Posts:

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