Zwei Familienunternehmen – Zwei Geschichten – Zwei Erfolge - BICE

Zwei Familienunternehmen – Zwei Geschichten – Zwei Erfolge

Artikelgebend sind die Geschichten zweier Familienunternehmen. Hinter großen Firmennamen stecken häufig große Familiennamen. Manchmal verstecken sie sich hinter Kürzeln. Der Firmenname Aldi ist beispielsweise die Kurzform von „Albrecht Discount“. Mehrheitlich entscheiden sich Gründer jedoch dafür, ihren vollen Namen in die Firmenbezeichnung aufzunehmen. So verhält es sich auch in den Fällen Oetker und Schwarz.

Lebensmittelgigant aus Ostwestfalen

Die Wurzeln der 1891 gegründeten Firma der Oetker-Familie liegen im beschaulichen Ostwestfalen, genauer gesagt in Bielefeld. Den Ursprung hatte alles in der Übernahme der Aschoff’schen Apotheke durch die Oetkers. August Oetker machte sich sofort daran, das Laboratorium der Apotheke auszubauen und dort Experimente durchzuführen. Da sein Vater einst ein Bäckermeister war, führte er unter anderem Versuche zur Herstellung von Backpulver durch. Dieses wurde ein großer Erfolg und veranlasste den Gründer, diesen Geschäftszweig auszubauen. Gleichzeitig veröffentlichte er Bücher mit Rezepten, in denen das von ihm entwickelte Backpulver Verwendung fand – so wurde das Produkt immer bekannter. Anders als viele Konkurrenten überstand das Unternehmen nicht nur zwei Weltkriege, sondern auch mehrere Währungsreformen und Wechsel der politischen Systeme. Heute sind in der Oetker-Gruppe knapp 27.000 Angestellte beschäftigt, die einen Umsatz von etwa elf Milliarden Euro pro Jahr erwirtschaften.

Schinken und Wurst aus Deutschlands Norden

Ebenfalls in der Lebensmittelbranche beheimatet ist das Familienunternehmen Schwarz Cranz. Dem Familiennamen Schwarz fügte der Gründer der Firma Mitte des neunzehnten Jahrhunderts den Namen des Hamburger Viertels Cranz zu. Auch sonst unterstrich – und unterstreicht – das Unternehmen gern seine regionale Herkunft aus dem Raum Hamburg. Das wichtigste Beispiel für diese Firmenpolitik ist die Altländer Mettwurst, welche von Schwarz Cranz ab 1909 hergestellt und vertrieben wurde. Inzwischen leitet die sechste Generation der Familie Schwarz das Unternehmen und beliefert deutschlandweit Kunden mit einer Vielzahl von Schinken- und Wurstwaren.

Tradition schafft Vertrauen

Gerade bei Lebensmitteln greift man als Konsument gern zu Waren, die einem seit der eigenen Kindheit vertraut sind. Einen entsprechend hohen Wert hat es gerade für Unternehmen aus diesem Wirtschaftsbereich, auf eine lange Firmengeschichte in Familienhand zurückschauen zu können. Hierfür sind die Oetkers aus Bielefeld sowie die Familie Schwarz aus Hamburg die besten Beispiele.


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