Wo Sie auf Europas Straßen zu Kasse gebeten werden - BICE

Wo Sie auf Europas Straßen zu Kasse gebeten werden

AutobahnstreckeDie meisten EU-Länder kassieren für die Nutzung von Autobahnen Gebühren. Die Kosten unterscheiden sich erheblich, auch die Systeme differieren: Manche Länder rechnen pro Strecke ab, in anderen müssen Sie eine Vignette kaufen.

In welchen Staaten Sie wie bezahlen müssen

Einige Länder erheben für jede einzelne Autobahnfahrt je nach Streckenlänge Gebühren. Entweder müssen Sie die Kosten beim Auffahren auf die Autobahn begleichen, wo Sie an der Zahlstelle die geplante Route angeben. Alternativ ziehen Sie am Ausgangspunkt ein Ticket und werden beim Verlassen der Schnellstraße zu Kasse gebeten. Dieses System wendet Frankreich an, einhundert Kilometer kosten etwa fünf Euro. Auch auf vielen Autobahnen in Italien treffen Sie auf dieses System. Griechenland verlangt auf einigen Strecken zwischen den Großstädten ebenso eine Maut je Streckenlänge, die Kosten liegen jedoch niedrig. Länder wie Österreich und Schweiz verkaufen dagegen Vignetten: Sie berechtigen zum Befahren des Streckennetzes innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Eine einjährige Vignette für Österreich erwerben Sie für rund achtzig Euro, eine zehntägige Vignette für etwa acht Euro und ein Zwei-Monats-Ticket für knapp über 24 Euro. In der Schweiz müssen Sie Gebühren immer für ein ganzes Jahr tragen, momentan 33 Euro. In osteuropäischen Ländern wie Tschechien, Slowenien und Ungarn sollten Sie ebenfalls Vignetten vorzeigen können.

Vor der Fahrt informieren

Bevor Sie Ihre Reise beginnen, empfiehlt sich ein Blick auf die genauen Regeln und auf Alternativrouten. In Frankreich können Sie die gebührenpflichtigen Autobahnen dank gut ausgebauter und kostenloser Landstraßen leicht meiden. Auch in Österreich müssen Sie nicht in allen Fällen Schnellstraßen nutzen, hier hängt es aber stark von Ihrem Reiseziel ab. Erkundigen sollten Sie sich über mögliche Zusatzgebühren. Mancherorts fallen trotz Vignettenpflicht extra Kosten an, beispielsweise beim Durchfahren des schweizerischen St. Bernhard-Tunnels. Die Bezugsmöglichkeiten für Vignetten und die Bezahlweise für Streckengebühren interessieren ebenfalls. Österreichische und schweizerische Vignetten erhalten Sie bei deutschen Automobilclubs sowie an grenznahen Tankstellen und kleben sie anschließend an Ihre Windschutzscheibe. Innovativer zeigt sich Ungarn mit E-Vignetten, die Sie im Internet aktivieren. Bei Reisen in Ländern mit Zahlstellen für Strecken sollten Sie fragen, welche Zahlungsmittel Sie einsetzen können. Frankreich akzeptiert beispielsweise Bargeld und Kreditkarten, aber keine EC-Karten.

Bußgelder vermeiden, Kosten sparen

Die Gebührenpflicht in anderen EU-Staaten sollten Sie ernst nehmen: Behörden ahnden Verstöße meist mit hohen Geldstrafen, dann zahlen Sie das Vielfache der eigentlichen Gebühr. Um diese kommen Sie meist nicht herum. Doch es lohnt sich immer, mögliche Alternativen zu recherchieren. Bei Vignetten sollten Sie darauf achten, dass Sie eine geeignete Laufzeit wählen.

Web-Tipp:

Hier finden Sie weitere Informationen rund um die Autobahngebühren in Europa.

Bild: lassedesignen – FotoliaSimilar Posts: